Heizen mit Holzbrennstoffen

 

 

Holz ist ein inhomogener Brennstoff, welcher aus den Bestandteilen Zellulose, Lingin, Wasser, Harze, Säuren, Öle, Mineralstoffe, etc. besteht. Mit 85 % flüchtiger Bestandteile ist er der gasreichste feste Brennstoff. Die restlichen 15 % verbrennen im festen Zustand als Holzkohle.

Der Wassergehalt des Holzes ist die in Prozent angegebenen Masse an Wasser bezogen auf die Gesamtmasse (Frischgewicht). Frischgefälltes Holz besteht je zur Hälfte seines Gewichtes aus reiner Holzmasse und zur anderen Hälfte seines Gewichtes aus Wasser (50 %).In handbeschickten Biomassefeuerungen darf aufgrund der 1. BImSchV nur naturbelassenes Holz mit einer Restfeuchte von 15 bis 20 % verbrannt werden.

 

Achtung


Bei zu feuchtem Holz besteht aufgrund der Rußbildung die Gefahr, dass die Feueranlage versottet. Ebenso ist der Heizwert deutlich geringer.

 

 

 

Holzlagerung

 

Nach den Schlagen sollten die Scheiter trocken und luftig gelagert werden. Birke erreicht z.B. nach 1½ Jahren, Buche nach 2 Jahren und Eiche nach 2 ½ Jahren die geforderte Restfeuchte.

 

 

 

Pappel - Fichte               1,0   Jahr

Birke - Linde - Erle         1,5   Jahre

Buche - Esche               2,0  Jahre

Eiche                             2,5  Jahre

 

 

 

Mit abnehmendem Wassergehalt steigt die nutzbare Energie! 

Bei der Holzverbrennung kann man 3 Phasen erkennen. Bei der ersten Phase, der Trocknung bis ca. 150 °C, wird das im Holz gebundene Wasser verdampft. Je tockener das Holz ist, um so weniger Energie wird benötigt, um das Wasser zu verdampfen, der Heizwert steigt. 

Im zweiten Schritt, der Pyrolyse bei 150 - 550 °C, werden flüchtige Holzbestandteile zu Gas, die restlichen 15 % des Holzes verbrennen als Holzkohle. 

In der letzten Phase, der Oxidation, reagieren die brennbaren Gase bei Temperaturen bis zu 1300 °C mit dem Luftsauerstoff. Aus der Holzkohle oxidiert das Gas, Energie wird freigesetzt. Als nicht brennbare Bestandteile des Holzes bleibt Asche übrig.